Will Hall
Jenseits der Psychiatrie – Stimmen und Visionen des Wahnsinns. eBook

CoverPfeil eBook, ca. 364 Seiten. Berlin / Lancaster: Peter Lehmann Publishing 2023. Ca. € 17.99 / Preis in sFr / Lieferbar ca. April 2023 · Vormerkbutton

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»Jenseits der Psychiatrie – Stimmen und Visionen des Wahnsinns« zeigt die menschliche Seite dessen, was gemeinhin ›psychische Krankheit‹ genannt wird. In dieser bemerkenswerten Sammlung von Interviews und Essays fragt Will Hall als Moderator von Madness Radio: »Was bedeutet es, in einer verrückten Welt als verrückt bezeichnet zu werden?« Mehr als 60 Stimmen von Psychiatriebetroffenen, Wissenschaftlern, Journalisten, Psychiatern, Aktivisten und Künstlern aller Geschlechter schaffen ein lebendiges Gespräch über die Stärkung des menschlichen Geistes durch die Veränderung der Gesellschaft und speziell der Psychiatrie. Mit Beiträgen von Linda Andre, Pat Bracken, David Cohen, Oryx Cohen, Richard DeGrandpre, Laura Delano, Jacqui Dillon, James B. Gottstein, Voyce Hendrix, Bruce E. Levine, Rufus May, Joanna Moncrieff, Peter Stastny, David Webb, Robert Whitaker u.v.m. Übersetzung aus dem Amerikanischen und Vorwort von Peter Lehmann. US-amerikanische Originalausgabe 2016

Stimmen zum Buch

»Will Halls sanfte Klugheit scheint in dieser Sammlung verschiedenster intimer Interviews hindurch, und ›Jenseits der Psychiatrie‹ fügt unserem kollektiven Verständnis der Komplexität des menschlichen Leidens neue Chancen für Mitgefühl und Heilung hinzu.« (Yana Jacobs, Ehe- und Familientherapeutin, ehemalige Leiterin der Adult Mental Health Services im Santa Cruz County, Kalifornien, mittlerweile Senior Program Officer in der Foundation for Excellence in Mental Health Care)
»Es ist eine berauschende Herausforderung und ein großes Vergnügen, von Will Hall interviewt zu werden – ein äußerst weitreichend gebildeter und forschender Interviewer.« (Maxine Sheets-Johnstone, Dr. phil., Universität Oregon, Philosophische Fakultät, Autorin von »Phenomenology of Dance«)
»Ein intelligentes und zum Denken herausforderndes, seltenes Konzept... mit Stimmen, die es verdienen, gehört zu werden...« (Mary O'Hara, Kolumnistin von »The Guardian« und Autorin von »Austerity Bites: A journey to the sharp end of cuts in the UK«)
»›Jenseits der Psychiatrie‹ ist ein Buch, das man gelesen haben muss – nicht nur von Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, von Angehörigen und denjenigen, die extreme Bewusstseinszustände durchlebt haben, sondern von allen, die daran interessiert sind, eine gerechtere und einfühlsamere Welt zu gestalten. Halls lyrische, authentische Sprache, die den ganzen Text durchzieht, widerspricht kraftvoll der vorherrschenden Erzählung über psychische Krankheiten und macht Hoffnung auf eine transformative Veränderung in unserem Umgang mit emotionalem Stress.« (Alison Hillman, Open Society Foundation Human Rights Initiative, früher Programmleiterin von Disability Rights International, 2011 Beauftragte des Presidential Committee for People with Intellectual Disabilities)
»Dieses ungewöhnliche Buch wird sowohl für Therapeuten als auch für ›Patienten‹ etwas verändern. Interviews und Essays bestätigen das derzeitige Übergewicht von Psychopharmaka und psychiatrischen Kliniken, dämonisieren allerdings nicht ihre Wirkung. ›Jenseits der Psychiatrie‹ liest sich mit starker emotionaler Intensität: Wege, die geprägt sind von Zwang, Obdachlosigkeit und belastenden Familienkonflikten, aber auch von ungemeinem Triumph, Kreativität und Originalität.« (Stanley Siegel, Autor von »The Patient Who Cured His Therapist and Other Tales Of Therapy« und Herausgeber des Web-Magazins »Psychology tomorrow«)

Interviewte Personen und Autorinnen & Autoren der Essays

Cheryl Alexander, Alisha Ali, Linda Andre, Eddie Bartók-Baratta, Pat Bracken, David M. Burns (†), Paula J. Caplan (†), Monica Cassani, David Cohen, Oryx Cohen, Marykate Connor, Michael Cornwall, Sera Davidow, Richard DeGrandpre, Laura Delano, Jacqui Dillon, Sascha DuBrul, James B. Gottstein, Gary Greenberg, Mel Gunasena, Carina Håkansson, Will Hall, Leah Harris, Adi Hasanbašic, Voyce Hendrix, John Horgan, Lee Entel Hurter, Jay Joseph, Inez Kochius, Terry A. Kupers, Christopher Lane, Kalle Lasn, Bruce E. Levine, Paul Levy, Eleanor Longden, Krista MacKinnon, Daniel Mackler, Bonfire Madigan Shive, Rufus May, Ruta Mazelis, Susan McKeown, Jacks McNamara, Miguel Mendías, Jonathan M. Metzl, Arnold Mindell, Joanna Moncrieff, Philip Morgan (†), Steven Morgan, Matthew Morrissey, Ari Ne’eman, Mary Olson, Ilya Parizhsky, John Rice, Louis Sass, Clare Shaw, Caty Simon, Peter Stastny, Stan Tomandl, Dina Tyler, David Edward Walker, Ethan Watters, David Webb, Jenny Westberg, Robert Whitaker & Tim Wise

Der Autor

Will Hall, Master of Arts (mit Abschluss in Jungianischer Therapie) und Dipl.-Projektmanager, ist Therapeut, Trainer (im Umgang mit psychiatrischen Problemen), Autor und Organisator gegenseitiger Hilfe und stärkerer sozialer Antworten auf soziale Bedürfnisse außerhalb von Bürokratie und Marktplätzen. Er war in der Anti-Apartheid-Bewegung der Universität von Kalifornien aktiv und arbeitete später für das Santa Cruz Resource Center for Nonviolence und das Earth Island Institute. In seinen Zwanzigern wurde er in San Francisco zwangspsychiatrisiert und während seiner Zeit in der geschlossenen Abteilung des Langley Porter Psychiatric Institute diagnostizierte man bei ihm eine schizoaffektive Störung und erklärte ihn zum Behinderten. Er wurde zu einem führenden Organisator der Psychiatriebetroffenenbewegung (unter anderem als Moderator von Madness Radio, Mitbegründer des Freedom Center und von Portland Hearing Voices sowie als Mitkoordinator des Ikarus-Projekts). Und er ist Autor des in 15 Sprachen übersetzten »Harm Reduction Guide to Coming Off Psychiatric Drugs«. Für seine Arbeit wurde Will mit dem Judi Chamberlin Advocacy Award, dem Portland Oregon Open Minds Award und dem Stavros Center for Independent Living Disability Advocacy Award ausgezeichnet.

»Als ich aufwuchs, wollte ich Zauberer werden. Dann wollte ich Biologe werden, dann wollte ich Psychologe werden, dann wollte ich Organisator gegenseitiger Hilfe werden, dann wollte ich Philosoph werden. Heute bin ich von alledem ein bisschen.« (Will Hall im Interview mit der Zeitung Portland Mercury)